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Weite Teile des Mittelalters sind in Deutschland geprägt von Konflikten innerhalb des deutschen Reiches (etwa zwischen Habsburgern und Welfen) sowie mit den Päpsten.
Die Ausdehnung des deutschen Reiches veränderte sich daher fast kontinuierlich über mehrere Jahrhunderte hinweg. Der Anfang des 16. Jahrhunderts aufgekommene Begriff des “Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation” zeugt vom “Rückzug” aus Südeuropa.
Mit den Thesen Martin Luthers setzte 1517 das Zeitalter der Glaubenskriege ein, dessen trauriger Höhepunkt 1618 mit dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges erreicht wurde. Mit dem Westfälischen Frieden zerfiel Deutschland in über 300 politische Einheiten, lediglich Bayern, Brandenburg-Preußen und Österreich bildeten sich als Großmächte heraus.
Um den revolutionären Kräften in Frankreich begegnen zu können, schlossen sich 1791 Österreich und Preußen zum deutschen Bund zusammen. Nach den großen militärischen Erfolgen Napoleons wurde Anfang des 19. Jahrhunderts die territoriale Neuorganisation in Deutschland vollzogen, mit der Auflösung der geistlichen Gebiete und der Kleinstaaten.
Mit dem Sieg über Napoleon wurde wiederum eine neue europäische Ordnung notwendig, die 1814 auf dem Wiener Kongreß ausgearbeitet wurde. Die Folge war der deutsche Bund mit 39 Mitgliedern und einem ständigen Bundestag in Frankfurt / Main. Erst Otto von Bismarck vollzog die deutsche Einigung nach den drei Einigungskriegen gegen Dänemark, Österreich und Frankreich. Wilhelm I. rief das Deutsche Kaiserreich 1871 in Versailles aus.
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