Viele Sehenswürdigkeiten und besonders die Wartburg machen die Stadt zum Anziehungspunkt für viele Touristen. Die beeindruckende Burganlage oberhalb der Stadt wurde zumm UNESCO Weltkulturerbe Deutschlands ernannt - nicht zuletzt wegen des Schaffens des großen Reformators Martin Luther, der hier die Bibel ins Deutsche übersetzte, des Wirkens der Heiligen Elisabeth auf der Wartburg oder J. W. von Goethe. Auf einem Stadtrundgang gibt es jede Menge zu entdecken. Ausgangspunkt und das Herzstück Eisenachs ist der Marktplatz mit beachtenswerten Bauten, darunter das spätgotische Rathaus, das barocke Stadtschloss und die Georgenkirche. In dieser Kirche wurde der gebürtige Eisenacher Barockkomponist Johann Sebastian Bach getauft und arbeitete später als Organist. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehört das Lutherhaus, in dem Martin Luther während seiner Schulzeit wohnte. Eisenach hat sich aber auch seit 1896 einen Namen als Stadt des Automobilbaus gemacht - so stellte BMW hier einst seinen “Dixi” her und zu DDR Zeiten lief der “Wartburg” vom Band. Wussten Sie schon, was es mit den sagenumwobenen Hörselbergen in der Umgebung von Eisenach auf sich hat? Der Sage nach waren Götter und Märchenwesen wie Wotan, Venus, Frau Holle aus Grimms Märchen sowie Tannhäuser aus Richard Wagners Oper hier zu Hause. Dies zeigt, dass es nicht nur die Sehenswürdigkeiten sind, die einen Ausflug in diese Gegend Thüringens lohnenswert machen.
Die Wartburg wurde der Sage nach 1067 von Ludwig dem Springer gegründet und war seit jeher Schauplatz großer Ereignisse, die für die Deutsche Kultur und Geschichte von Bedeutung waren. Sie gilt als eine der historisch interessantesten Burgen Deutschlands und wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Eine Zugbrücke ist der einzigste Zugang zur Wartburg, die auf einem Fels oberhalb von Eisenach liegt. Hier trifft man auf einen Mix historischer Bauten verschiedener Epochen mit teils original belassenen Sälen, mit Kunstschätzen wie Wandteppiche, Gemälde von Lucas Cranach, Skulpturen und Möbeln. Das Innere ist ausschließlich auf Führungen zu besichtigen, auf denen man viel über Luther sowie andere Bewohner erfährt. So lebte hier Elisabeth, Frau des Landgrafen von Thüringen, die sich der Armen annahm und nach ihrem frühen Tod heilig gesprochen wurde - heute erinnern die Elisabeth-Kemenate auf der Burg sowie ein modernes Musical an sie. Die Führung geht auch durch den Sängersaal, der Schauplatz des sagenhaften Sängerkrieges zwischen Minnesängern gewesen sein soll, unter ihnen Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide.
Eine Besichtigung wäre jedoch ohne die Lutherstube nicht komplett. Auf Anraten seines Freundes Melanchthon übersetzte Martin Luther hier in nur elf Wochen das Neue Testament vom Griechischen ins Deutsche, welches sich später zusammen mit dem Alten Testament als berühmte Lutherbibel verbreitete. Seine Errungenschaft bestand darin, dass er die biblischen Inhalte nicht nur übersetzte sondern sie mit Metaphern dem einfachen Volk verständlich machte. So gehen noch heute gebräuchliche Redewendungen wie “ein Wolf im Schafspelz” oder “ein Buch mit sieben Siegeln” auf Luthers Werk zurück.